GRUNDSCHULE WEITERFÜHRENDE SCHULE KINDERGARTEN

Herbstprojekt in der Kaulquappengruppe



Auch wenn der Herbst nur mit Mühe ins Land zog, halfen Ausflüge in die nahe Umgebung des Eurocampus, die bunte Jahreszeit in der Natur aufzuspüren und so Veränderungen im Jahreslauf wahrzunehmen.
Die Kinder beschäftigten sich mit den Themen:
  • Wetter, Wind und Regen
  • Herbstbäume und ihre Blätter
  • kleine Waldtiere z. B. der Igel und wie er sich auf den Winter vorbereitet
„Wir freuen uns auf diesen Tag,
weil jeder in den Wald geh`n mag.“

Einstieg: Beim ersten Waldbesuch war es wichtig, sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machten. Die Kinder orientierten sich spielerisch in Kleingruppen um einen Baum und sammelten erste Naturerfahrungen.
Sie suchten gemeinsam nach Ideen, was man mit dem Baum machen kann …
  • Kann man den Baum umarmen?
  • Wie viele Kinderhände werden gebraucht, um den Baum ganz zu umschließen?
  • Wie fühlt sich der Baum an? Wie fühlt sich die Rinde an?
  • Kann man den Baum mit verschiedenen Körperteilen berühren? z.B. mit der Wange, der Stirn, mit beiden Händen, mit dem Bauch, dem Rücken, dem Po, den Füßen, der Nase ... ?
  • Wie riecht der Baum?
„Wir wollen klettern, springen, uns bewegen
viel Spaß haben und jede Menge erleben!“

Bewegungserfahrungen: Für die Kinder war es wichtig, im Umkreis des Baumes ausreichend Zeit zu haben, sich nach eigenen Vorstellungen zu bewegen, zu forschen und allein - oder mit FreundInnen zu spielen.
  • Sie gingen, liefen, krabbelten, hüpften um den Bum herum
  • Sie kletterten auf den Baum
  • Sie suchten nach kleinen Waldtierchen (Schnecken, Käfer, Spinnen usw.)
  • Sie sammelten Stöcke, Blätter, Moos usw. für folgende Aktivitäten im Kindergarten
1. Suchspiel: Jedes Kinder suchte sich einen "Waldschatz" (z.B. einen besonders schönen Stein oder ein Blatt, einen Zweig...). Im Kreis benannten die Kinder ihren Gegenstand „Das ist ein Stein“. „Ich habe ein Blatt“ und legten ihn der Reihe nach in die Mitte. Am Ende wurde der „Waldschatz“ natürlich mitgenommen.
2. Suchspiel: Wer sieht ein Tier (einen Vogel, einen Wurm, einen Hase ...)?
Die Kinder überlegten, warum es sehr schwierig ist im Wald Tiere zu entdecken.
Waren wir vielleicht zu laut? Haben die Tiere Angst vor den Menschen?
Wo könnten sie sich verstecken?
Die Kinder suchten nach Möglichkeiten sich selbst zu verstecken.
Abschluss: Ein gemeinsamer Waldspaziergang rundete die Ausflugsserie in die umliegende Natur ab. Auf einem engen Trampelpfad ging es auf und ab durchs Unterholz.
Dabei übten sich die Kinder in ihrem Gleichgewichtssinn, stiegen über Stock und Stein, entdeckten bewachsene Baumrinden, Pilzkolonien und morsche Baumstümpfe … ein gewagtes Unternehmen für die Kleinen!
„Die Zeit im Wald war wunderschön,
wir wollen jetzt zurück in den Kindergarten geh`n!“

Im Kindergarten sortierten die Kinder die Blätter nach ihren Farben, Formen und Größen. Es entstanden mehrere Blättercollagen und Farbabbildungen.
In der Lernwerkstatt wurde die unterschiedliche Struktur der Blätter auf dem Leuchttisch sichtbar und die Zuordnung der entsprechenden Baumarten besprochen.
Das Herbstthema wurde auch in das Nachmittagsprogramm integriert.
Während des Französischangebots entwickelten die Kinder mit Bilderbüchern, verschiedenen Spielen und einer großen Naturcollage einen kleinen französischen „Waldwortschatze“ … „le vocabulaire de la forêt“:
un arbre, un tronc, des branches, les racines
Le vent souffle.
Une feuille tombe.
Il y a des feuilles rouges, jaunes et marrons.
Je colle une châtaigne sur le tableau de la forêt.
In den gruppenübergreifenden Angeboten am Montag- und Freitagnachmittag wurde das Herbstthema ebenfalls aufgegriffen. Während des Kreativangebots entstand ein Herbstwald im Regen.
Das Musikangebot eignete sich für eine meditative Rhythmikeinheit mit Klanghölzern.
Die getrockneten Herbstblätter tanzten durch die Luft und dienten zu diversen Atem-übungen … um (ziemlich laute) Windgeräusche entstehen zu lassen … hu huuuuu …
Ingrid Schöner-Memain